Roadtrip mit dem Hund – was solltest du beachten?

  • Vor 5 Monaten veröffentlicht

Inhaltsverzeichnis

Ein Roadtrip mit deinem Hund kann ein unvergessliches Abenteuer sein. Damit die Reise für dich und deinen Vierbeiner entspannt und sicher verläuft, lohnt es sich jedoch, ein paar Vorbereitungen zu treffen und einige wichtige Tipps zu beherzigen. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf du achten musst, damit dein nächster Urlaub auf vier Pfoten zum vollen Erfolg wird.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Sicherheit während der Fahrt: In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, Hunde im Auto richtig zu sichern, damit sie bei Brems- oder Ausweichmanövern keine Gefahr für Insassen darstellen. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Dein Hund sollte also niemals ungesichert im Wagen umherspringen – am besten reist er gut gesichert in der Hundetransportbox, damit er bei einer plötzlichen Vollbremsung nicht zum gefährlichen „Geschoss“ wird. In einer stabilen Box hat dein Liebling einen geschützten Rückzugsort, und gleichzeitig kann er dich als Fahrer nicht ablenken.


Vor der Reise: Vorbereitung ist alles

Gewöhne deinen Hund ans Autofahren: Zum Glück fahren viele Hunde gerne Auto. Falls dein Hund längere Fahrten noch nicht kennt oder empfindlich reagiert, gewöhne ihn langsam daran. Übe mit kürzeren Fahrten und steigere die Dauer nach und nach. Manche Hunde neigen zu Übelkeit – in diesem Fall sprich rechtzeitig vorab mit dem Tierarzt über mögliche Lösungen.

Große Gassi-Runde vorab: Plane vor der Abfahrt einen ausgiebigen Spaziergang ein. Wenn dein Hund sich vor der Fahrt richtig auspowert, wird er im Auto entspannter sein und vermutlich einen Großteil der Fahrt verschlafen. Ein müder Hund kommt gar nicht erst auf dumme Ideen und langweilt sich weniger schnell.

Fütterung und Wasser: Vermeide es, deinen Hund direkt vor Abfahrt zu füttern. Gib die letzte größere Mahlzeit idealerweise 2–4 Stunden vor Reisebeginn. Die meisten Hunde können problemlos einige Stunden ohne Futter auskommen – wichtiger ist, dass sie stets genug trinken. Sorge also dafür, dass ausreichend Wasser mit an Bord ist und biete deinem Vierbeiner bei jedem Zwischenstopp etwas zu trinken an, vor allem an warmen Tagen.

Reise-Planung: Falls du ins Ausland fährst, informiere dich über die Einreisebestimmungen für Hunde. In vielen Ländern brauchst du einen EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwut-Impfung und ggf. weitere Nachweise. Prüfe auch, ob in deinem Urlaubsland Leinen- oder Maulkorbpflicht besteht, um Ärger zu vermeiden. Wenn du Unterkünfte (Hotel, Ferienwohnung) buchst, stelle sicher, dass Hunde dort erlaubt sind, damit es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt.

Packliste für den Hund: Erstelle am besten eine kleine Packliste für deinen Vierbeiner. Diese Dinge sollten auf keinem Fall fehlen:

  • Wasser und Reisenapf: Frisches Trinkwasser sowie ein Napf (faltbar oder auslaufsicher) für unterwegs.
  • Leine und Halsband/Geschirr: Plus Ersatzleine, falls eine kaputtgeht. Auch an die TASSO-Marke/ID am Halsband denken, falls der Hund entlaufen sollte.
  • Kotbeutel: Ausreichend Tütchen gehören in jedes Reisegepäck, damit du die Hinterlassenschaften deines Hundes jederzeit entsorgen kannst.
  • Decke oder Kissen: Eine vertraute Decke oder das Hundebettchen von zu Hause gibt Geborgenheit und beruhigt den Hund im Auto. Außerdem schützt eine Decke die Autositze vor Schmutz und Haaren.
  • Spielzeug und Kauknochen: Ein Lieblingsspielzeug oder Kauartikel sorgt für Beschäftigung und hilft gegen Langeweile während der Fahrt.
  • Handtuch und Bürste: Ein Handtuch (für schmutzige Pfoten oder nasses Fell) und ggf. eine Bürste können unterwegs sehr nützlich sein.
  • Futter und Leckerlis: Pack das gewohnte Hundefutter für die Reise ein und ein paar Leckerlis zur Belohnung zwischendurch. Vermeide aber zu viele Snacks während der Fahrt, um Übelkeit vorzubeugen.

Pausen und Wohlbefinden unterwegs

Regelmäßige Zwischenstopps: Genau wie Menschen braucht auch dein Hund Pausen auf langen Autofahrten. Plane mindestens alle zwei Stunden einen kurzen Halt ein, damit dein Vierbeiner sich die Beine vertreten, sein Geschäft erledigen und etwas trinken kann. Passe das Intervall an die Bedürfnisse deines Hundes an. Wichtig ist: Spätestens wenn dein Hund unruhig wird, ist es Zeit für eine Rast.

Bewegung und Sicherheit bei Pausen: Nutze die Pausen für kleine Spaziergänge. Geh ein Stück mit deinem Hund, damit er sich lösen kann und etwas Bewegung und mentale Anregung bekommt. Halte ihn dabei stets angeleint, besonders an Autobahnraststätten oder unbekannten Orten. Denke auch daran, unterwegs genügend Kotbeutel griffbereit zu haben, um die Umwelt sauber zu halten.

Nie im heißen Auto lassen: Lass deinen Hund niemals allein im abgestellten Fahrzeug, vor allem nicht bei warmem Wetter! Die Innentemperatur eines Autos steigt rasant an und kann für Hunde lebensbedrohlich werden. Schon eine scheinbar kurze Pause kann genügen, dass sich das Wageninnere gefährlich aufheizt. Daher: Entweder bleibt eine zweite Person beim Hund, oder nimm ihn mit aus dem Auto.

Zeit und Route großzügig planen: Plane für die Fahrt insgesamt ausreichend Zeit ein. Fahre lieber etwas früher los oder kalkuliere Extrazeit ein, damit dich regelmäßige Pausen nicht unter Zeitdruck setzen. Ein entspannter Zeitplan kommt euch beiden zugute. Überlege auch, gelegentlich von der Autobahn abzufahren und eine Pause in einer ruhigen Umgebung einzulegen. Wenn eure Strecke sehr lang ist, könntest du sogar eine Übernachtung in einer hundefreundlichen Unterkunft einplanen.


Während der Fahrt: Komfort und entspanntes Reisen

Optimale Sicherung im Auto: Wie schon erwähnt, muss dein Hund während der Fahrt richtig gesichert sein. Für kleinere Hunde gibt es spezielle Hundegurte, die am Anschnaller oder ISOFIX befestigt werden. Größere Hunde hingegen sind in einer stabilen Transportbox im Kofferraum meist am besten aufgehoben. Auch ein Trenngitter zwischen Kofferraum und Rücksitz kann zusätzlich schützen. Achte bei allen Sicherungssystemen darauf, dass dein Hund noch bequem stehen, sitzen und liegen kann. Lasse ihn die Box oder den Gurt vorab zuhause kennenlernen. Viele Hunde fühlen sich in einer Box mit vertrauter Decke sehr wohl – sie wirkt wie eine sichere Höhle.

Klima im Wagen: Sorge für eine angenehme Temperatur und Frischluft im Auto. Im Sommer ist eine Klimaanlage hilfreich, aber vermeide direkte Zugluft auf den Hund. Lasse die Fenster während der Fahrt lieber geschlossen oder nur leicht geöffnet – ein Hund sollte nicht den Kopf aus dem Fenster strecken. Fahrtwind kann zu Augen- und Ohrenentzündungen führen. Wenn es sehr heiß ist, fahre möglichst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden statt in der Mittagshitze. Nachts oder frühmorgens ist dein Hund oft müder und hat weniger Bewegungsdrang, was längere Fahrten angenehmer macht.

Ruhige Fahrt und Beschäftigung: Versuche, während der Fahrt Hektik zu vermeiden. Hunde spüren die Stimmung – je ruhiger und gelassener du fährst, desto entspannter wird auch dein tierischer Begleiter sein. Wenn möglich, halte den gewohnten Tagesablauf ein. Eine gleichmäßige, nicht zu laute Musik oder einfach deine ruhige Stimme können beruhigend wirken. Falls dein Hund unruhig wird oder zu winseln beginnt, prüfe zuerst, ob er etwas braucht. Wenn nicht, halte nicht sofort an. Natürlich sind ausreichend Pausen dennoch wichtig – aber sie sollten in deinem Rhythmus stattfinden.

Gemeinsam die Reise genießen: Mach die Autofahrt für deinen Hund so angenehm wie möglich. Ein Kauknochen oder ein robustes Spielzeug können ihn zwischendurch beschäftigen. Viele Hunde dösen die meiste Zeit zufrieden vor sich hin, wenn sie vorher genug Bewegung hatten. Lobe und belohne deinen Hund zwischendurch, wenn er brav ruhig bleibt. Bei Pausen darf er dann etwas Action und Abwechslung genießen – so verknüpft er die Fahrt mit positiven Erlebnissen.

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